Impflexikon

Medizinische Enzyklopädie Thema Impfung

There are 189 entries in this glossary.
Suche nach Begriffen

Glossar

Begriff Definition
Psoriasis

Bei der Schuppenflechte handelt es sich um eine Erkrankung der Haut, bei der es zu Flecken und Schuppenbildung kommt. 1-5 % der Bevölkerung sind betroffen, meist junge Menschen.

Die Ursache der Schuppenflechte ist bisher nicht bekannt. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die die Krankheit auslösen können. Hierzu zählen vor allem psychischer Stress und  Infekte, aber auch beta Blocker, Lithium, NSAR, ACE-Hemmer.

Man unterscheidet zwei Typen:

  • Typ I – 10-25 Jahre, 70%, bei ihnen kann man die Psoriais mit mechanische Reizung provozieren (Köbner Phänomen).
  • Typ II – ab 40 Jahre, mildere Verlauf, keine genetische Veranlagung


Typische Symptome:

  • scharf abgegrenzte Flecken an Ellenbogen, Knie, Kreuzbeingegend und am behaarten kopf
  • auf den Flecken bilden sich silberweisse Schuppen
  • Beim Kratzen kommt es zur punktförmiger Blutung (Ausspitz-Phänomen oder auch Tautropfenphänomen )
  • Die Mundschleimhaut ist fast immer ausgespart
  • Tüpfelnägel (nicht beweisend), Ölflecken in der Nagelmatrix, Nageldystrophie

Je nach Lokalisation der Psoriasis unterscheidet man:

Psoriasis pustolosa
- palmarplantare Form / generalisierte Form (Arthralgien, Fieber)
- Immunsuppression
- Berührungsschmerzhaft multipel gruppierte oder zusammenlaufende Pusteln
- Sterile Pusteln


Psoriasis arthropathica
- 5-7 %
- periphere Form / zentrale Form

Psoriasis inversa
- 5 %
- Beugeseiten
- Interdigites
- Rima ani
 

 

Schulmedizinische Therapie
1. Triggerfaktoren beseitigen  beta Blocker, Lithium, NSAR, ACE-Hemmer
2. lokal – abhängig von dem Status der Schuppung
- Vit D3-Derviate für kleine umschriebene Flächen
- UV Therapie / PUVA – 90% der Pat haben Besserung im Sommer
3. systemisch, indiziert wenn lokal keinen Erfolg hat
- Corticosteroide


Verlauf: Die Krankheit entartet nie, Befall der Schleimhäute und der Gelenke kommt nur gelegentlich vor. Der Verlauf ist jedoch oft chronisch rezidivierend, was sich therapeutisch aufgrund der Disposition kaum verhindern lässt. Tritt eine chronische, häufig rezidivierende P auf treibt sie viele Pat in die Isolation oder zum Alkohol.

Zugriffe - 2188
Pseudokrupp

Wird auch subglottische Laryngitis bezeichnet. Es handelt sich um eine Virusinfektion meist mit Parainfluenzaviren, aber auch Influenza-, RS- oder Adenoviren, die zu einer Schwellung der Schleimhaut führt.

Symptome:

  • meist in den Abendstunden oder nachts.
  • teils mit  initialen Infektzeichen, wie Schnupfen, Gliederschmerzen, Fieber(meist nur leicht) und  Krankheitsgefühl
  • Bellender Husten, Stridor, heisere Stimme, Einziehungen, graublasse Hautfarbe, Tachykardie,
    Unruhe, Angst,


Meist sind ältere Säuglinge und Kleinkinder betroffen.
 

Schulmedizinische Therapie:
Keine Racheninspektion (Gefahr eines reflektorischen Herzstillstands)!
Beruhigung, Frischluft, Flüssigkeitszufuhr (oral , wenn nötig parenteral), Sauerstoff-Gabe
Meist werden Medikamente wie Glukokortikoide und Mittel zur Sedierung gegeben
In schweren Fällen evtl. Aufnahme auf Intensivstation, dort häufig Intubation, Tracheotomie
Es besteht eine Hohe Rezidivgefahr

Zugriffe - 2641
Propiolacton

Propiolacton ist eine organische Verbindung und zählt zur Stoffgruppe der β-Lactone. Es wird neben anderem zur Inaktivierung von Viren und zur Sterilisation von Impfstoffen eingesetzt.

Zugriffe - 955
Prävalenz

Unter Prävalenz oder auch Grundanteil versteht man den Anteil von Personen in einer bestimmten Bevölkerung (Population), der ein bestimmtes Merkmal (z.B eine Krankheit) aufweist.

Zugriffe - 3762
Prädisposition

besondere Empfänglichkeit für eine Krankheit (lat. prae „vor“ und dispositio „Einteilung, Anordnung“)

Zugriffe - 3272
Polysorbat

Polysorbat 80 wird als nichtionisches Tensid in Arzneimitteln und besonders als Emulgator in Lebensmitteln verwendet.

Es ist ein Hilfsstoff, der dazu dient, zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und Wasser, zu einem fein verteilten Gemisch, der so genannten Emulsion, zu vermengen und zu stabilisieren.

Auch Polysorbate 20 ist ein nichtionisches Tensid und wird als Emulgator und Netzmittel verwendet.

Zugriffe - 4481
Polygelin

Polygelin ist ein Adjuvanz, das in verschiedenen Impfstoffen als Stabilisator eingesetzt wurde bzw. wird. Aufgrund des Allergierisikos vor allem in Kombination mit Thiomersal wird es zunehmend ersetzt. Derzeit noch enthalten ist Polygelin in Rabipur®, Rabivac® (Impfstoffen gegen die Tollwut) und BCG Medac (einem BCG-Lebend-Impfstoff).

Zugriffe - 3736
Phenoxyethanol

Phenoxyethanol ist eine organische Verbindung und wird Impfstoffen oder auch dermatologischen Produkten als Konservierungsstoff beigefügt. Es hat eine bakterizide gegen gram-negative Wirkung.

Zugriffe - 3974
Phenoxyäthanol

Phenoxyethanol ist eine organische Verbindung und wird Impfstoffen oder auch dermatologischen Produkten als Konservierungsstoff beigefügt. Es hat eine bakterizide Wirkung.

Zugriffe - 4558
Phenolsulfonphthalein

Phenolphthalein (Triphenylmethan-Farbstoff) wurde für mehr als hundert Jahre als Abführmittel verwendet, bis bekannt wurde, dass es in grösseren Mengen krebserregend ist.

In Impfstoffen findet man in Spuren Phenolrot, da es für Zellkulturmedien verwendet wird.

Zugriffe - 3701
Phenolrot

Phenolrot ist ein Triphenylmethan-Farbstoff, abgeleitet vom Phenolphthalein.

Phenolphthalein wurde für mehr als hundert Jahre als Abführmittel verwendet, bis bekannt wurde, dass es in grösseren Mengen krebserregend ist.

In Impfstoffen findet man in Spuren Phenolrot, da es für Zellkulturmedien verwendet wird.

Zugriffe - 4179
Synonyme - Phenolphthalein
Phenol

Phenol ist ein Antisepticum (Desinfektionsmittel) und wurde früher wegen seiner bakteriziden Wirkung zur Wunddesinfektion eingesetzt; wegen seiner hautirritierenden Wirkung wurde es aber in der Chirurgie bald durch andere Antiseptika ersetzt. Phenol verursacht Verätzungen und ist ein Nerven-/Zellgift. 

In manchen Impfstoffen wird es wegen seiner bakterienabtötenden Wirkung noch verwendet.

Zugriffe - 4132
Pharyngitis

Es handelt sich um eine Entzündung der Rachenschleimhaut, welche durch Viren ausgelöst wird. Meist geht ein Schnupfen voraus.

Symptome:

  • Halsschmerzen
  • Kratzen
  • Trockenheitsgefühl
  • Schluckbeschwerden
  • Fieber
  • Lymphknotenschwellung
Zugriffe - 4206
PEI

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist das deutsche Bundesamt für Sera und Impfstoffe. Es liegt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Benannt wurde es nach dem deutschen Mediziner und Nobelpreisträger Paul Ehrlich.

Das PEI ist zuständig für die Zulassung und staatliche Chargenfreigabe von biologischen Arzneimitteln, hierunter fallen auch Impfstoffe und Sera.

Zugriffe - 4296
Paul-Ehrlich-Institut

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist das deutsche Bundesamt für Sera und Impfstoffe. Es liegt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Benannt wurde es nach dem deutschen Mediziner und Nobelpreisträger Paul Ehrlich.

Das PEI ist zuständig für die Zulassung und staatliche Chargenfreigabe von biologischen Arzneimitteln, hierunter fallen auch Impfstoffe und Sera.

Zugriffe - 4100
Unterstützen Sie impfschaden.info

 Über impfschaden.info   ¦    Über mich   ¦  Glossar   ¦ Newsletter  ¦  Kontakt   ¦   Impressum