Bronchiolitis ist eine virusinduzierte (80% der Fälle durch RS-Viren, desweiteren Parainfluenza-, Rhino-, Adenoviren oder Mykoplasmen) obstruierende Entzündung der Bronchiolen, die fast ausschliesslich Säuglinge betrifft.
Symptome:
Im Rahmen eines Luftwegsinfektes mit Fieber und Husten treten nach 1 - 2 Tagen Tachypnoe und exspiratorische Dyspnoe auf. Das Allgemeinbefinden der kleinen Patienten ist schwer beeinträchtigt.
Diagnose:
Die Diagnose wird klinisch gestellt. Auskultatorisch findet man ein sehr leises Atemgeräusch mit meist fehlenden Nebengeräuschen. Im Röntgenbild: ausgeprägte Überblähung beider Lungen mit verstärkter Bronchialiszeichnung im parahilären Bereich.
Oftmals zusätzlich auch Hypoxie und Hyperkapnie.
Therapie:
In der Regel bilden sich die Symptome nach 3 - 4 Tagen rasch wieder zurück. In einzelnen Fällen kann eine Intensivtherapie notwendig werden.Die Gesamtprognose ist gut, falls keine anderen Begleiterkrankungen vorliegen. Etwa 40 - 60% der Kinder mit einer RS-Viren induzierten Bronchiolitis leiden später an rezidivierenden, obstruktiven Bronchitiden oder an einem Asthma bronchiale.